Starke Rhetorik und Gelassenheit  – für alle Freigeister im Rampenlicht
und Querdenker mit Lampenfieber, alle Vielredner und Folienmeister,

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Rhetorik

Reden, Präsentationen oder auch Diskussionsbeiträge können aufgrund einer schlechten Rhetorik abstoßen oder unterhalten – hier ist ein professionelles Rhetorik Seminar notwendig. Auf sofortige Zustimmung treffen oder nachhaltige Ablehnung. Ob in Workshops, Meetings oder auf Messen oder Kongressen: Stets sind immense Unterschiede zu beobachten in der Art und Weise wie Menschen etwas kommunizieren und Rhetorik anwenden. Schnell ordnet man für sich ein, ob Anpreisungen, Ankündigungen, Plädoyers oder Argumente glaubhaft oder eher als aufdringlich oder gar als Schwindel empfunden werden. All das löst entsprechende Rhetorik aus.

Rhetorik kann gleichermaßen Begeisterung, Langeweile oder Unbehagen erzeugen. Was für ein Gefühl in uns zurückbleibt – und ob wir von etwas überzeugt wurden, hängt zwar auch vom Inhalt ab. Allerdings interpretieren wir selbst sinnvolle Ideen oder Argumente als fragwürdig – agiert der Redner unsicher oder sendet er falsche Signale aus: mimisch, gestisch oder argumentativ. Das beginnt mit dem – übrigens ganz normalen – innerlichen Stress, der sich gern auf die Stimme schlägt oder in anderer Form äußert. Obwohl niemand davon völlig befreit ist, sind dies typische mehr oder weniger unterschwellige Zeichen für das Publikum, dass sich der Redner womöglich selbst nicht über den Weg traut. Die größte Herausforderung beim Erlernen der Rhetorik besteht in der Analyse und Modifikation dieser unbewusst ausgesendeten Signale. Und in unpassenden Verhaltensweisen, die über Jahre hinweg automatisiert wurden, weil eventuell niemand (vielleicht aus Höflichkeit) ein entsprechendes Feedback gegeben hat.

In diesem Kontext ist eine zentrale Erkenntnis der Kommunikationswissenschaften von höchster Wichtigkeit (in Anlehnung an Paul Watzlawik): Man kann nicht nicht kommunizieren. Oder anders ausgedrückt: Man kann nicht nicht wirken. Dies ist der grundlegende Ansatz der Rhetorik.

Ein guter Rhetor vergegenwärtigt sich all jene Verhaltensmuster und kommunikativen Signale, die er aussendet. Um dann selbstkritisch zu analysieren, ob er mit ihnen seine Botschaften tatsächlich unterstreicht oder eher abschwächt oder gar konterkariert. Schauen wir uns an, was es bedeutet, ein guter Rhetor zu sein, was es bedeutet, überzeugend, bisweilen mitreißend reden zu können. Und was es bedeutet, wie der kanadische Kommunikationstheoretiker Herbert Marshall McLuhan, (* 21. Juli 1911; † 31. Dezember 1980) einst feststellte, dass nicht nur die Rede, sondern vor allem der Redner die Botschaft ist …

Grundsätzliche Herausforderungen der Rhetorik

„Poeta nascitur, orator fit“, sagt eine altrömische Weisheit: Dichter werden geboren – während Redner gemacht werden. Zwar geht jeder Mensch mit innerem Stress vor einer Rede anders um, ist jeder Mensch rhetorisch anders veranlagt beziehungsweise sozialisiert. Trotz allem ist rhetorische Gewandtheit vor Publikum zum größten Teil eine Sache des Probierens, Trainierens und Nachjustierens.

Haben Sie also erst einmal den inneren Schweinehund überwunden und Ihre eigenen rhetorischen Stärken und Schwächen selbstkritisch analysiert, ist es lediglich eine Frage von adäquaten rhetorischen Techniken und zu trainierenden Verhaltensmustern, mit denen Sie einen starken Eindruck hinterlassen. Joachim Knape (deutscher Rhetorikprofessor) folgend, der frei nach Kant auffordert: „Habe Mut, dich deiner eigenen Ausdrucksfähigkeit zu bedienen.“ Dieser rhetorische Imperativ steht auch für die aufklärerischen Züge der Rhetorik …

Das gekonnte Reden vor Publikum – egal wie groß – stellt alles andere als eine Selbstverständlichkeit dar. Sie bereitet gerade denjenigen Schwierigkeiten, die über wenig Redeerfahrung verfügen oder nur selten Gelegenheit haben, Vorträge zu halten. Dabei setzt die moderne Arbeitswelt zunehmend verbale wie mediale – sprich: rhetorische – Kompetenzen voraus.

Haben auch Sie das Gefühl, zwischen rhetorischen Anforderungen des Berufsalltags und eigenen kommunikativen Kompetenzen könnte eine gewisse Lücke klaffen? Dann geht es Ihnen wie sehr vielen Menschen, die in Ihrem Beruf viel kommunizieren müssen. Denn die beruflichen Anforderungen übergehen die vorhandene Kommunikationslücke in Deutschland. Die also – im Gegensatz zu angelsächsischen Ländern – vorherrschende, im gesamten Bildungssystem zu findende lehrplanmäßige Vernachlässigung mündlicher Vortragsfähigkeiten: Die Unterschiede zwischen Schrift- und Sprechsprache werden kaum vermittelt, Lehrpläne konzentrieren sich auf die pure Reproduktion von Faktenwissen (auch wenn diese an Grundschulen mittlerweile mithilfe von Powerpoint geschieht).

Wenn Sie also bei sich rhetorische Lücken vermuten – keine Sorge: Das hat in erster Linie etwas mit dem beschriebenen gesamtgesellschaftlichen Problem zu tun – und nicht mit persönlichen Versäumnissen. Die strukturelle Schwäche deutscher Pädagogik – so unsere Meinung – ist mit Schuld an regelmäßig in Projektsitzungen oder auf Konferenzen zu hörenden Vorträgen, die versuchen, den komplexen deutschen Schriftcode in die Mündlichkeit zu überführen. Und der anerzogenen Faktenorientierung gerecht zu werden. Dass das zwangsläufig scheitert, liegt daran, dass sogenannte Sprech-wirk-Texte ephemer sind. Sich also das gesprochene Wort – im Gegensatz zu Geschriebenem – verflüchtigt. Zudem ist das menschliche Gehirn ein ausgezeichneter Datenfilter – hingegen ein extrem schlechter Datensammler. Zum Verflüchtigungseffekt der gesprochenen Sprache, der in Vorträgen oder Präsentationen kaum Beachtung findet, gesellt sich meist die bereits genannte Nervosität im Moment des Vortragens (Performanz-Nervosität). Oft mutiert diese zur mentalen Hetze: Sie hindert den Sprecher daran, Inhalte abzurufen und ist stets Ursache für falsche Artikulation und Sprechtechniken (so kein physiognomischer Grund vorliegt). All das führt zwangsläufig einerseits zu Überfrachtung und nicht selten zu Sekundenschlaf der Zuhörer. Andererseits zu immer wiederkehrenden falschen rhetorischen Mustern – die ungewollte Publikumsreaktionen nach sich ziehen. Die Antwort darauf? Eine Fülle an Rhetorik-Ratgeberliteratur und tonnenweise Tipps, Tricks und Kniffe. Leider bringt auch die größte Wissensanhäufung kaum etwas. In all unseren Seminaren beobachten wir: Gerade Teilnehmer, die sich durch Ratgeber gekämpft haben, sind entweder nicht in der Lage, im Moment der Wahrheit, im Moment des Vortrags und Lampenfiebers ihr rhetorisches Wissen abzurufen. Oder sie zwängen sich in ein theoretisches Korsett, das sie steif und unauthentisch wirken lässt. Das beweist: Rhetorische Techniken müssen praktisch geübt, aber auch theoretisch verstanden werden, damit man sie in verschiedene Situationen transferieren kann. Rhetorik ist – wenn erlernt – intuitiv wie Fahrradfahren. Und genau das Gegenteil einer physikalischen Formel. An diesem Punkt setzen wir an: Das Wirkungspotenzial ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Was bei der einen Person phänomenal und sympathisch wirkt – kann bei einer anderen Person aufgesetzt erscheinen. Finden Sie mit uns heraus, welcher Stil für Sie passt …

Der Rhetorik – Begriff

Rhetorik (aus dem Altgriechischen „Redekunst“) ist …

  • Psychagogie – die „Seelenleitung“ nach Platon (der einstige Ordinarius für Rhetorik an der Universität Tübingen, Walter Jens (* 8. März 1923; † 9. Juni 2013), sprach von „Seelenführung im Horizonte der Vernunft“)
  • Persuasion – das Überzeugen von Menschen
  • oder: auf Zustimmung gerichtetes Sprechen und die Herstellung von Plausibilität

Aus der Fülle von Definitionen der Literatur leiten wir folgende, eigene ab:

Rhetorik ist die Fähigkeit, in einer besonderen kommunikativen Situation angemessene kommunikative Mittel zu finden und diese glaubwürdig und wirkungsvoll in der Performanz vorzutragen.

(Performanz meint hier das gezeigte Sprachverhalten und die Fähigkeit, nonverbale wie verbale Kommunikationsmittel adäquat einzusetzen.)

Peter H. Ditko, Gründer der Deutschen Rednerschule, brachte die Antwort auf die Frage, was Rhetorik sei, wie folgt auf den Punkt: „Gedanken hörbar und sichtbar zu machen.“

Rhetorik als (autonomer) Teil der Kommunikationswissenschaft sieht ihre eigene Aufgabe in der strategisch, zielgerichteten Ausgestaltung von Botschaften. Sie ist damit selbstverständlich auch politisches, juristisches, journalistisches oder wirtschaftskommunikatives Handwerk oder etwas für Festreden. Sie ist aber – so Joachim Knape – vor allem eines: das Beherrschen erfolgsorientierter Kommunikationsverfahren, die zwei grundsätzliche (gegenläufige) Prinzipien verfolgt:

  • die Metabolie, also das Ziel der Veränderung von Perspektiven oder Standpunkten der Rezipienten (Zielgruppe/Zuhörer/Publikum/(Teil-)Öffentlichkeit/Leser)
  • oder die Systase – das Herstellen und/oder Festigen sozialer Bindungen

Rhetorik verfolgt – im Gegensatz zur reinen Übertragung von Information (z. B. Telefonbuch) oder auch vielfach zur Belletristik oder anderen Kunstformen (z. B. Dada) – immer die Persuasion anderer. Und somit das Ziel, ein Publikum oder eine Zielgruppe von etwas zu überzeugen oder Überzeugungen zu festigen.

In allen Bereichen der Wirtschafts- und Gesellschaftskommunikation hat sich die Lasswell-Formel (1948 vom US-amerikanischen Kommunikationswissenschaftler Dwight Lasswell (* 13. Februar 1902; † 18. Dezember 1978) formuliert) als Basis der konzeptionellen Arbeit durchgesetzt:

„Wer sagt was, zu wem, womit, in welchem Kanal (also durch welches Medium), mit welcher Absicht – mit welchem Effekt?“